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- Geschichtsverein (16)
- Partnerinfos (20)
- Redaktionelles (4)
- 28.1.2012: Jahreshauptversammlung
- 28.1.2012: Ein neu entdecktes Römerlager an der Lippe bei Olfen
- 3.12.2011: Die deutsche Nationalhymne
- 28.9.2011: Historische Fernwege
- 27.7.2011: Ein Schlundberg gab Dortmund den Namen
- 13.4.2011: Hobbybrauer.de ist jetzt Hobbybrauer Domain
- 2.4.2011: Auf dem Weg nach Europa
- 2.4.2011: Termine für das Jahr 2011
- 10.12.2010: Asseln und das Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486
- 4.10.2010: Am Anfang war das Bier - und nicht der Hunger
Archiv der Kategorie Partnerinfos
Jahreshauptversammlung
28.1.2012 von admin.
Heimat- und Geschichtsverein DO-Asseln e.V.
Sehr geehrte Mitglieder
des Heimat- und Geschichtsvereins,
hiermit laden wir Sie recht herzlich zu unserer Jahreshauptversammlung ein. Wir treffen uns
am Montag, dem 06. Februar 2012, um 19.30 Uhr
im Restaurant Zum Bürgerkrug, Am Hagedorn 24.
Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:
1. Begrüßung
2. Genehmigung der Tagesordnung
Natürlich können Sie hier noch Anträge, Vorschäge oder Anregungen vorbringen,
die dann unter „Punkt 9. Verschiedenes“ beraten werden.
3. Berichte
a) des Vorstands
b) des Kassierers
c) der Kassenprüfer
4. Aussprache zu den vorgenannten Berichten
5. Wahl eines Versammlungsleiters
6. Entlastung des Vorstands
7. Turnusgemäße Wahlen
a) Stellvertretender Vorsitzender
b) Schriftführer
c) ein Kassenprüfer
8. Geplante Aktivitäten im Jahr 2012
9. Verschiedenes
10. Ein neu entdecktes Römerlager an der Lippe bei Olfen
Kurzvortrag von Klaus Coerdt
Heimat- und Geschichtsverein Dortmund-Asseln e.V.
Klaus Coerdt Dietmar Pawlas
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Ein neu entdecktes Römerlager an der Lippe bei Olfen
28.1.2012 von admin.
Die Lippe ist alles andere als ein spektakulärer Fluss und hat heute keine besondere infrastrukturelle Bedeutung. Dagegen war sie während der römischen Germanienfeldzüge in den Jahren 12 v. Chr. bis 16 n. Chr. der Haupttransportweg bei den Verstößen in das Gebiet der „Rhein-Weser-Germanen“. Dazu kamen auf dem strömungsarmen Fluss zumeist spezielle Plattbodenschiffe, die vom Ufer aus von Menschen oder Tieren gezogen werden mussten, zum Einsatz.
Zur Sicherung des Transportwegs hatten die Römer entlang der Lippe Militär- und Versorgungslager sowie Nachrichtenstationen errichtet; bisher sind jedoch noch nicht alle gefunden worden. Daher war es schon eine kleine Sensation, als im Jahr 2009 Mitarbeiter des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) auf einem Acker südlich von Sülsen, einem Ortsteil von Olfen, in größeren Mengen römische Keramikscherben und Münzen entdeckten.
Was zunächst nur ein vager Verdacht war, wurde 2011 zur Gewissheit: Von einer Überbauung nahezu verschont geblieben, haben hier Reste eines Römerlagers über 2000 Jahren weitgehend ungestört im Boden überdauert. Nach ersten Erkenntnissen war Olfen sowohl Versorgungslager als auch Kontrollpunkt an einem Lippeübergang. Die Ausgrabungen lassen die Datierung des Lagers in die Zeit zwischen 11 v. Chr. und 7 v. Chr. zu; somit bestand Olfen zeitgleich wie das etwa 20 km entfernte große Legionslager Oberaden.
Nach dem Lager Olfen, das eine Lücke in der Kette der römischen Militärlager an der Lippe schließt, hatte nach Angaben des LWL die Fachwelt seit mehr als 100 Jahren gesucht.
Abschließend werden noch aktuelle Veröffentlichungen zum Römerlager Haltern vorgestellt. Diese befassen sich in der Hauptsache mit der Frage, ob das bislang allgemein akzeptierte Datum 9 n. Chr. (Varusschlacht) als Ende des Lagers weiterhin Bestand haben kann und ob gegebenenfalls bestimmte Ereignisse aus den Germanienfeldzügen zeitlich und/oder räumlich neu eingeordnet werden müssen.
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Die deutsche Nationalhymne
3.12.2011 von admin.
Heimat- und Geschichtsverein DO-Asseln e.V.
Liebe Mitglieder und Freunde
des Heimat- und Geschichtsvereins,
hiermit laden wir Sie recht herzlich zu unserer Vereinsversammlung ein. Wir treffen uns
am Montag, dem 12. Dezember 2011, um 19.30 Uhr
im Restaurant Zum Bürgerkrug, Am Hagedorn 24.
Auf der letzten Vereinsversammlung des Jahres 2011 verlassen wir die heimatlichen Gefilde und wenden uns der wechselvollen Geschichte der deutschen Nationalhymne zu. Die Melodie entstammt der österreichischen Kaiserhymne „Gott erhalte Franz, den Kaiser“ von Joseph Haydn aus dem Jahr 1797. Den Text schrieb Heinrich Hoffmann von Fallersleben 1841 in politisch bewegter Zeit auf Helgoland, das damals zu England gehörte. In seinem Referat
„Die deutsche Nationalhymne“
geht Klaus Coerdt auf die Zeitabschnitte Deutsches Kaiserreich, Weimarer Republik sowie NS-Zeit ein und befasst sich schwerpunktmäßig mit der Nachkriegszeit in West und Ost. Da die Verfasser des Grundgesetzes in der Hymnen-Frage keine Entscheidung getroffen hatten, wurde in den ersten Jahren der Bundesrepublik Deutschland fortwährend improvisiert.
Spätestens als ein peinlich berührter Bundeskanzler Konrad Adenauer bei einem Staatsbesuch in Chicago mit dem Karnevalsschlager „Heidewitzka, Herr Kapitän“ begrüßt wurde, war klar, dass eine Entscheidung in der Hymnen-Frage getroffen werden musste. Ein Schriftwechsel zwischen Bundeskanzler und Bundespräsident machte dann im April 1952 die dritte Strophe des Deutschlandlieds von Hoffmann von Fallersleben in der Vertonung von Joseph Haydn zur Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland.
Nach der Wende 1990 wurde zumindest eine nachdenkenswerte Alternative zum Deutschlandlied, nämlich Bertolt Brechts „Kinderhymne“, als neue Nationalhymne diskutiert, dann aber verworfen. Durch einen ähnlichen Schriftwechsel wie 1952 wurde 1991 die Hymne der „alten“ Bundesrepublik auch die Nationalhymne des wiedervereinigten Deutschlands.
Hinweis
Die Jahreshauptversammlung 2012 findet abweichend vom normalen Rhythmus bereits am Montag, dem 06.02.2012, um 19.30 Uhr im Bürgerkrug statt. Dabei stehen auch Vorstandswahlen auf dem Programm. Zu besetzen sind die Ämter eines Stellvertreters als Nachfolger für den leider im Juni verstorbenen Werner Augustin sowie eines Schriftführers.
Heimat- und Geschichtsverein Dortmund-Asseln e.V.
Klaus Coerdt Dietmar Pawlas
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Historische Fernwege
28.9.2011 von admin.
Liebe Mitglieder und Freunde
des Heimat- und Geschichtsvereins,
hiermit laden wir Sie recht herzlich zu unserer Vereinsversammlung ein. Wir treffen uns
am Montag, dem 10. Oktober 2011, um 19.30 Uhr
im Restaurant Zum Bürgerkrug, Am Hagedorn 24.
Thema des Abends sind Fernwege, die im frühen Mittelalter aus dem Kölner Raum kamen, durch das nahezu unpassierbare und unübersichtliche bergisch-märkische Bergland führten und in Dortmund oder Soest auf den Hellweg trafen. Typisch für diese Wege war, dass sie im Bergland – genau umgekehrt zur heute üblichen Straßenführung – als Höhenwege verliefen; hinunter ins Tal ging es nur, wenn ein Bach oder Fluss gequert werden musste.
Zunächst stellt Klaus Coerdt die beiden wichtigsten historischen Fernwege in diesem Bereich vor. Der eine Weg schlängelte sich von Köln aus quer durch das Bergische Land und ging über Lennep, Gevelsberg und Hagen nach Dortmund, der andere Weg verlief in fast gerader Linie von Köln über Wipperfürth und Lüdenscheid nach Soest.
Anschließend greift Volker Dreschers nochmals das Thema der Versammlung vom Dezember 2009 auf. Damals hatte er vorgetragen, dass die skandinavische Thidrekssaga die Nibelungen in ein anderes geografisches Umfeld stellt: Aus Worms wurde die Gegend um Zülpich. Und die Nibelungen, die in der Thidrekssaga stets Niflungen heißen, gingen auch nicht im Hunnenland bei König Etzel in Ungarn unter, sondern im Hunaland bei König Attala im westfälischen Soest. Nunmehr soll die Frage, die damals offen geblieben war, beantwortet werden: Zogen die Niflungen auf ihrem Weg nach Soest auch über unseren Asselner Hellweg?
… und noch eine Einladung
Projekt Husener Straße –
eine Spurensuche in Husen von Peter Kocbeck
Ausstellungseröffnung am 8. Oktober 2011 um 12.00 Uhr
im Dorfkiosk Husen, Husener Str. 51
(Haltestelle „Husener Straße“ der Buslinie 439)
Heimat- und Geschichtsverein Dortmund-Asseln e.V.
Klaus Coerdt Dietmar Pawlas
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Ein Schlundberg gab Dortmund den Namen
27.7.2011 von admin.
Heimat- und Geschichtsverein DO-Asseln e.V.
Liebe Mitglieder und Freunde des Heimat- und Geschichtsvereins,
hiermit laden wir Sie recht herzlich zu unserer Vereinsversammlung ein. Wir treffen uns
am Montag, dem 8. August 2011, um 19.30 Uhr
im Restaurant Zum Bürgerkrug, Am Hagedorn 24.
Das Rätsel, was der Name Dortmund bedeutet, scheint nunmehr gelöst. In seinem Referat
„Ein Schlundberg gab Dortmund den Namen“
stellt Klaus Coerdt die neuesten Forschungsergebnisse zum Thema Herkunft und Bedeutung des Ortsnamens Dortmund vor. Die Stadt wurde um das Jahr 882 als „Throtmanni“ erstmals urkundlich erwähnt. Die verschiedenen Schreibweisen, die in den nächsten Jahrhunderten belegt sind, gehen alle auf diesen Lautstamm zurück.
Bis vor kurzem hatte man „Throtmanni“ mit Kehl- oder Schlundbach übersetzt. Damit war ein Bach gemeint, dessen Quelle in einem kehl- oder schlundartigen Geländeeinschnitt lag. Auch der bekannte Namenforscher Professor Jürgen Udolph geht davon aus, dass der Ortsname einer landschaftlichen Besonderheit abgeschaut ist. „Dort“ steht für Schlund, aber nach seinen Recherchen ist „-mund“ keine alte Bezeichnung für einen Bach, sondern für einen Berg. So muss ein Berg mit einer markanten Einkerbung, einem Schlund, vor über 1500 Jahren Dortmunds Ureinwohner derart fasziniert haben, dass sie ihre Siedlung „Schlundberg“ nannten.
Die heutige Bebauung macht es schwer bis unmöglich, diesen Schlundberg wiederzufinden, aber es gibt Anhaltspunkte, wo er gelegen haben könnte.
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Hobbybrauer.de ist jetzt Hobbybrauer Domain
13.4.2011 von admin.
Die hobbybrauer.de habe ich 1998 gegründet, um meine Brauerfahrungen und -erkenntnisse weiterzugeben und den Informationsaustausch zwischen den Hobbybrauern zu fördern. Anfänglich war die hobbybrauer.de statisch aufgebaut, aber mit den wachsenden Möglichkeiten des Internet wurde ein Content-Management-System (CMS) eingerichtet, dass die aktive Mitarbeit der Nutzer/-innen ermöglichte. So wuchs die Popularität und der Umfang der hobbybrauer.de und die Seite ist nun nicht mehr ein “Produkt” Einzelner, sondern eines großen Teils der deutschsprachigen Haus- und Hobbybrauerschaft. Dementsprechend habe ich die hobbybrauer.de in das Eigentum der Gemeinschaft der Haus- und Hobbybrauerschaft übergeben und wünsche, dass auch weiterhin die Verbreitung und Förderung der Brauerkunst im häuslichen Bereich, Austausch und Unterstützung innerhalb der Gemeinschaft und Offenheit gegenüber Außenstehenden und Interessierten angestrebt wird. In diesem Sinne wünsche ich allen jetzigen und zukünftigen Nutzer/-innen “Gut Sud”.Thomas HöltingMärz 2011
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Auf dem Weg nach Europa
2.4.2011 von admin.
Der Heimat- und Geschichtsverein DO-Asseln e.V. trifft sich am Montag, dem 11. April, um 19.30 Uhr im Restaurant Zum Bürgerkrug, Am Hagedorn 24, zu seiner Mitgliederversammlung. Gäste sind wie immer willkommen.
Ausgehend von einer äußerst hitzig geführten Bundestagsdebatte im November 1949 referiert Klaus Coerdt über die ersten Schritte auf dem deutschen Weg nach Europa. Es waren Kohle und Stahl von der Ruhr, die den wirtschaftlichen Grundstein für die erste europäische Organisation überhaupt, die Montan-Union, legten. Ihr Gründungsvertrag wurde am 18.04.1951, also fast auf den Tag genau vor 60 Jahren, unterschrieben.
Der Gemeinsame Markt für Kohle und Stahl und der organisatorische Aufbau der Montan-Union bewährten sich in der Praxis. Und damit waren die Weichen gestellt für die Römischen Verträge von 1957 und die darauf aufbauende europäische Einigung bis hin zum Vertrag von Lissabon aus dem Jahr 2009.
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Termine für das Jahr 2011
2.4.2011 von admin.
Sa., 09.04.,
Mo., 11.04.,
Mo, 06.06., 18.00 bis
Mo., 08.08.,
So., 11.09., „Tag des Offenen Denkmals“ (Einzelheiten werden rechtzeitig bekanntgegeben)
Fr., 16.09., Mit dem Nachtwächter durch Asseln,
Mo., 10.10.,
Anfang November, VHS-Wochenendseminar in Bad Laer, Referenten Werner Augustin und Klaus Coerdt
Mo., 12.12.,
Hinsichtlich der einzelnen Themen sind noch Änderungen möglich
Wir treffen uns zu unseren Vereinsversammlungen im Restaurant Zum Bürgerkrug, Am Hagedorn 24
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Asseln und das Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486
10.12.2010 von admin.
Die Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereines DO-Asseln e.V treffen sich am Montag, dem 13. Dezember 2010, um 19.30 Uhr im Restaurant Zum Bürgerkrug, Am Hagedorn 24.
Als vor rund 525 Jahren die herzoglichen Finanzen in Unordnung geraten waren, schrieb unser damaliger Landesherr Johann II. von Kleve-Mark die erste allgemeine Besteuerung des bäuerlich-ländlichen Besitzes in der Grafschaft Mark aus. Das zu diesem Zweck erstellte Schatboick in Marck Anno 1486 ist wegen der hohen Genauigkeit der dort verzeichneten Daten immer noch eine wichtige Quelle zur westfälischen Siedlungs- und Agrargeschichte in der Übergangszeit vom Mittelalter zur Neuzeit. Zunächst geht Klaus Coerdt in seinem Referat
„Asseln und das Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486“
auf die 43 Asselner ein, die im Schatzbuch (= Steuerverzeichnis) aufgelistet sind. Obwohl hier nur die Namen der Steuerschuldner, die Höhe der Steuer und die Zahlungsmodalitäten verzeichnet sind, so lassen sich aus diesen spärlichen Angaben doch Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit der Asselner Bevölkerung vor 525 Jahren ziehen. Anschließend präsentiert Werner Augustin diejenigen Asselner Höfe aus dem Schatzbuch von 1486, die die Jahrhunderte überdauert und Spuren im Fotoarchiv des Heimat- und Geschichts-vereins hinterlassen haben. Die meisten Gebäude, die auf den Bildern zu sehen sind, gibt es heute nicht mehr oder es handelt sich um Neubauten, die heute Altbauten sind – all das soll die Erinnerung an die Zeiten wach halten, als Asseln noch ein Dorf war.
Übrigens wird das Schatzbuch vom 1486 auf vier Seiten in unserer Vereinsbroschüre „450 Jahre Reformation in Asseln“ behandelt. Die Broschüre, die sich nach der Meinung des Heimat- und Geschichtsvereins auch gut als Weihnachtsgeschenk eignet, kann in der Vereinsversammlung und im Evangelischen Gemeindebüro, Donnerstraße 12, erworben werden.
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Am Anfang war das Bier - und nicht der Hunger
4.10.2010 von admin.
Die Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereines DO-Asseln e.V treffen sich am Montag, dem 11. Oktober 2010, um 19.30 Uhr im Restaurant Zum Bürgerkrug, Am Hagedorn 24.
Die Erfindung der Landwirtschaft vor rund 10000 Jahren war der größte Umbruch in der bisherigen Geschichte der Menschheit. In einem relativ kurzen Zeitraum wechselte der Mensch seine Lebensweise vom altsteinzeitlichen Jäger und Sammler zum jungsteinzeitlichen sesshaften Bauern. Trotz einer größeren Anzahl von Grabungsfunden wirft die Frage, warum die Menschen sesshaft wurden, mehr Fragen auf, als es Antworten gibt. In seinem Referat
“Am Anfang war das Bier - und nicht der Hunger”
geht Claus Coerdt auf aktuelle Foschungsergebnisse des Biologen und Naturhistorikers Josef Reichholf ein, der in seinem kürzlich erschienenen Buch “Warum die Menschen sesshaft wurden” eine völlig neue Sicht auf das größte Geheimnis der Menschheit präsentiert.
Im Gegensatz zur bisherigen Annahme kommt Reichholf zu dem Schluss, dass die Steinzeitmenschen nicht auf Grund einer akuten Notsituation zu Bauern wurden. Denn damals gabe es im Nahen Osten, wo die altsteinzeitlichen Jäger und Sammler zuerst sesshaft wurden, genug Wild zum Jagen; dazu kam noch eine reichhaltige Auswahl an Nüssen und Beeren. Demnach gab es auch keinen Mangel, den man mit Wildgräsersamen hätte ausgleichen müssen.
Vielmehr sammelten die Steinzeitmenschen die Samenkörner des Wildgrases, so Reichholfs spektakuläre These, aus einem andern Grund: Sie stellten daraus Bier her - ein Genussmitel, dass sie sich nur deshalb leisten konnten, weil die Zeiten gut waren. Erst rund eintausend Jahre später, als kultivierte Wildgräser einen erheblich höheren Ertrag erbrachten, wurden die Jäger und Sammler sesshaft und betrieben Landwirtschaft.
Gäste sind wie immer herzlich willkommen.
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